Aktualisiert am 26. August 2026 · Redaktion Olavson
Ein Traktor ist eine großartige Maschine. Zum Pendeln ins Büro nimmt ihn trotzdem niemand. Mit Gusseisenpfannen ist es ähnlich. Für Steaks, Grillabende und Ofengerichte ist Gusseisen ein starkes Werkzeug, deshalb haben wir selbst eine Gusseisenpfanne im Sortiment. Am Dienstagabend zwischen Feierabend und Essen zählt dagegen etwas anderes, nämlich wie schnell die Pfanne einsatzbereit ist und wie fein du sie steuern kannst. Dieser Ratgeber sortiert ehrlich, für wen Gusseisen passt und wo im Alltag seine Grenzen liegen.
Eine Sortierung vorweg. Beim Pfannenkauf entscheidest du zweimal: einmal über das thermische System darunter, einmal über die Kochoberfläche darauf. Unten stehen massives Gusseisen oder eine Edelstahl-Mehrschicht mit Aluminium und wahlweise Kupferkern. Oben stehen eingebrannte Patina, Emaille, blanker Edelstahl oder Antihaftbeschichtung. Beide Ebenen sind weitgehend frei kombinierbar.
Das Wichtigste in Kürze
- Gusseisen wiegt ab rund drei Kilogramm und braucht je nach Herd mehrere Minuten bis zum gleichmäßigen Durchheizen.
- Genau diese Masse ist die Wärmereserve. Sie hält die Temperatur, wenn kaltes Bratgut in die Pfanne kommt, und macht Gusseisen stark beim scharfen Anbraten und bei langen Ofengerichten.
- Unbeschichtetes Gusseisen verlangt zusätzlich laufende Patina-Pflege und gehört nicht in die Spülmaschine.
- Die Alternative im Alltag ist die Edelstahl-Mehrschicht. Im Handel steckt darin meist Aluminium als Wärmeleiter, bei Olavson zusätzlich ein durchgehender Kupferkern.
- Beide Mehrschicht-Bauarten bringen die Wärme über Leitfähigkeit statt über Masse in die Fläche. Sie heizen darum kürzer vor als Gusseisen und folgen dem Regler schneller, auch auf einem Induktionsfeld.
- Olavson verkauft selbst eine Grillpfanne aus emailliertem Gusseisen, und dieser Ratgeber sortiert als Entscheidungshilfe, für welche Küche welches Werkzeug passt.
- Für wen eine Gusseisenpfanne großartig ist
- Unbeschichtet oder emailliert
- Die Nachteile von Gusseisen im Alltag
- Einbrennen: so entsteht die Patina
- Reinigen, ohne die Patina zu beschädigen
- Zwei Entscheidungen, die ständig verwechselt werden
- Die drei Systeme im direkten Vergleich
- Pfanne aus Edelstahl oder Gusseisen: warum die Wärmeleitung entscheidet
- Gusseisenpfanne auf Induktion
- Häufige Fragen
- Welches Setup passt zu dir
Für wen eine Gusseisenpfanne großartig ist
Gusseisen hat eine Stärke, und sie steckt in der Masse. Je mehr Material eine Pfanne mitbringt, desto mehr Wärme hält sie fest. Einmal richtig heiß, bleibt sie heiß. Selbst ein kaltes Steak drückt die Temperatur kaum.
Deshalb ist eine Gusseisenpfanne die richtige Wahl, wenn du scharf anbrätst: Steaks und Burger-Patties bekommen eine Kruste, Gemüse bekommt Röstaromen. Auch sehr hohe Temperaturen machen Gusseisen nichts aus, auf dem Grill wie im heißen Ofen. Wechselst du vom Herd in den Ofen, etwa für Schmorgerichte oder Brot, brauchst du nur ein Gefäß für den ganzen Weg.
Dann ist da noch die Patina: Pflegst und brennst du unbeschichtetes Gusseisen regelmäßig ein, entsteht über Jahre eine natürliche Bratfläche. Sie wird mit jedem Einsatz glatter, bis sie einen stabilen Zustand erreicht. Für viele ist genau dieses Ritual der Reiz.
Unbeschichtet oder emailliert: welcher Gusseisen-Typ?
Bei Gusseisen gibt es zwei Typen, und sie unterscheiden sich im Alltag deutlich. Unbeschichtetes Gusseisen wird eingebrannt und baut über Jahre eine Patina auf. Es verlangt dafür Disziplin: trocknen, einölen, keine Spülmaschine, Vorsicht bei Säure. Emailliertes Gusseisen trägt eine glasartige Emaille-Schicht, das Einbrennen entfällt, und die Oberfläche verträgt säurehaltige Gerichte und ist vor Rost geschützt. Dafür kann die Glasschicht abplatzen. Hitzespeicherung und Gewicht sind bei beiden Typen gleich.
Genau für diese Einsätze haben wir selbst eine Gusseisenpfanne im Sortiment. Die gusseiserne Grillpfanne von Olavson hat 24 cm Grillfläche, misst mit Griff 46 × 29 cm und wiegt 3,4 kg. Sie besteht aus emailliertem Gusseisen und hat extra hohe Rillen für charakteristische Grillmuster und fettarmes Garen. Sie ist grill- und ofenfest bis 230 °C, läuft auf allen Herdarten inklusive Induktion, und weil sie emailliert ist, entfällt das Einbrennen. Für Emaille haben wir uns bei unserem eigenen Gusseisen-Produkt bewusst entschieden, weil damit der größte Pflege-Nachteil von rohem Gusseisen wegfällt.

Die Nachteile von Gusseisen im Alltag
Dieselbe Masse, die Hitze so gut speichert, ist im Alltag das Problem, und sechs Punkte solltest du vor dem Kauf kennen.
- Träge Aufheizung: Gusseisen leitet Wärme vergleichsweise schlecht. Die Masse braucht je nach Herd mehrere Minuten, bis sie gleichmäßig durchgeheizt ist. Wer die Pfanne zu früh belädt, bekommt genau die Anhaft-Probleme, für die Gusseisen zu Unrecht berühmt ist. Und ist die Pfanne einmal zu heiß, kannst du kaum gegensteuern: Sie reagiert auf den Regler mit derselben Trägheit.
- Gewicht: Drei Kilogramm und mehr sind bei Gusseisen normal. Einhändiges Schwenken oder Abgießen wird damit zur Kraftübung.
- Patina-Pflege: Unbeschichtetes Gusseisen will nach jedem Einsatz getrocknet und dünn eingeölt werden, sonst rostet es. Praktisch heißt das: Im Schrank steht eine eingefettete Pfanne, die nachfettet und Gerüche annimmt, und in Abständen musst du sie neu einbrennen.
- Nicht für die Spülmaschine: Unbeschichtetes Gusseisen verträgt weder lange Feuchtigkeit noch aggressive Reiniger. Beides greift die mühsam aufgebaute Patina an und öffnet dem Rost die Tür. Für die Handreinigung genügen meist heißes Wasser und eine Bürste, denn viel Spülmittel schwächt die Patina zusätzlich.
- Säure-empfindlich: Säure löst die Patina von unbeschichtetem Gusseisen an und kann einen metallischen Beigeschmack hinterlassen. Welche Gerichte davon betroffen sind, steht unten in den häufigen Fragen. Emailliertes Gusseisen ist hier unempfindlich.
- Spröde: Gusseisen ist hart und zugleich spröde. Fällt die Pfanne auf einen Steinboden oder schlägt sie hart in die Spüle, kann sie reißen oder brechen. Auch ein Temperatursturz setzt dem Material zu, etwa kaltes Wasser in der glühenden Pfanne, und bei emailliertem Gusseisen platzt zusätzlich die Emaille ab.
Keiner dieser Punkte macht Gusseisen schlecht. Sie machen es zu einem Spezialisten. Nimmst du sie bewusst in Kauf, bekommst du dafür sehr viel gespeicherte Hitze samt Grill- und Ofenfestigkeit.
Einbrennen: so entsteht die Patina
Einbrennen heißt, dass du hauchdünn aufgetragenes Öl so weit erhitzt, bis es aushärtet. Diese ausgehärtete Schicht ist die Patina, und sie ist der Grund, warum eine gut gepflegte Gusseisenpfanne ohne Beschichtung auskommt.
Drei Fehler kosten dich das Ergebnis. Zu viel Öl ergibt eine klebrige, fleckige Schicht, also wische den Überschuss vor dem Erhitzen ab. Zu niedrige Temperatur härtet das Öl nicht aus, und ein einzelner langer Durchgang bringt weniger als mehrere kurze. Die vollständige Anleitung steht im Ratgeber So brennst du deine Pfanne ein.
Reinigen, ohne die Patina zu beschädigen
Reinige unbeschichtetes Gusseisen möglichst warm und direkt nach dem Braten. Heißes Wasser und eine Bürste lösen fast alles, und bei festgebrannten Resten hilft grobes Salz als Scheuermittel. Trockne die Pfanne danach auf der warmen Platte ab und reibe sie hauchdünn mit Öl ein. Emailliertes Gusseisen verträgt Spülmittel dagegen problemlos. Wie du dein übriges Kochgeschirr behandelst, steht im Pflege-Ratgeber.
Zwei Entscheidungen, die ständig verwechselt werden
Oben stand die Sortierung in zwei Sätzen. Hier steht, was in jeder Ebene zur Wahl steht und warum die Trennung beim Vergleichen den Unterschied macht.
Ebene 1: das thermische System
Es bestimmt, wie schnell die Pfanne auf Temperatur kommt, wie gleichmäßig die Hitze in der Fläche liegt und wie stark die Temperatur einbricht, sobald kaltes Bratgut hineinkommt. Zur Wahl stehen massives Gusseisen, Edelstahl-Mehrschicht mit Aluminium als Haupt-Wärmeleiter und Edelstahl-Mehrschicht mit Aluminium plus Kupferkern.
Ebene 2: die Kochoberfläche
Sie bestimmt, ob etwas anklebt, wie du reinigst und was du der Pfanne an Säure zumuten kannst. Zur Wahl stehen eingebrannte Patina, Emaille, blanker Edelstahl und Antihaftbeschichtung.
Warum die Trennung praktisch wichtig ist
Gusseisen bekommst du roh mit Patina oder emailliert. Mehrschicht bekommst du blank oder beschichtet. Deshalb führt der Satz „Gusseisen klebt nicht“ genauso in die Irre wie „Edelstahl klebt immer“, denn beide Sätze reden über die Kochoberfläche und nicht über das thermische System.
Manche Oberflächen lassen sich erneuern: eine Patina durch erneutes Einbrennen, Olavson-Beschichtungen über den Wiederbeschichtungsservice.
Ebene 1 · Thermisches System
- Massives Gusseisen
- Edelstahl mit Aluminium
- Edelstahl mit Aluminium plus Kupferkern
Ebene 2 · Kochoberfläche
- Eingebrannte Patina
- Emaille
- Blanker Edelstahl
- Antihaftbeschichtung
Du wählst aus jeder Reihe einmal. Das thermische System legst du mit dem Kauf fest. Manche Kochoberflächen lassen sich später erneuern.
Die drei Systeme im direkten Vergleich
Gusseisen, Edelstahl-Mehrschicht mit Aluminium und Olavsons 5-Schicht-Aufbau lösen dieselbe Aufgabe auf drei Wegen. Aluminium ist dabei kein Behelf, sondern ein guter Wärmeleiter, und deshalb ist die Aluminium-Mehrschicht im Fachhandel sehr weit verbreitet. Olavson kombiniert sie zusätzlich mit einem Kupferkern.
Zwei Kennwerte ordnen das ein. Aluminium leitet Wärme mit rund 237 W/(m·K), Kupfer mit rund 401 W/(m·K), der Abstand beträgt also den Faktor 1,7. Beim Speichern kehrt sich das Verhältnis um: Aluminium nimmt pro Kilogramm mit 0,90 J/(g·K) rund das 2,3-Fache von Kupfer mit 0,385 J/(g·K) auf. Dazu ist Aluminium mit 2,70 g/cm³ deutlich leichter als Kupfer mit 8,96 g/cm³. Suchst du vor allem eine leichte Pfanne, bist du mit einer Aluminium-Mehrschicht gut bedient.
Der schärfere Trennstrich im Regal liegt woanders, nämlich bei der Reichweite des Kerns. In vielen Pfannen sitzt der Wärmeleiter nur in einem Sandwich- oder Kapselboden, die Wand darüber ist blanker Edelstahl. Bei durchgehend plattierten Pfannen läuft der Kern bis in den Rand mit. Olavson gehört zur zweiten Gruppe und setzt dort Kupfer statt Aluminium ein, und das macht die Pfanne beim Zurückdrehen reaktionsfreudiger.
Tabelle seitlich scrollbar
| Kriterium | Massives Gusseisen | Edelstahl-Mehrschicht mit Aluminium als Haupt-Wärmeleiter | Olavson 5-Schicht: Edelstahl plus Aluminium plus Kupferkern |
|---|---|---|---|
| Wie die Hitze in die Fläche kommt | Über Masse. Viel Material nimmt Wärme langsam auf und gibt sie langsam wieder ab. | Über Leitfähigkeit. Eine Aluminiumlage zwischen zwei Edelstahllagen verteilt die Wärme in der Fläche. | Über Leitfähigkeit. Aluminium-Zwischenschichten und ein durchgehender Kupferkern arbeiten zusammen. |
| Aufheizen bis gleichmäßig durchgeheizt | Träge, je nach Herd mehrere Minuten. | Kürzer als bei Gusseisen, weil die Wärme über Leitfähigkeit statt über Masse in die Fläche kommt. | Kürzer als bei Gusseisen, Kupfer und Aluminium leiten die Wärme gemeinsam in die Fläche. |
| Gleichmäßigkeit bis in den Randbereich | Gut, sobald die Masse durchgeheizt ist. Davor ungleichmäßig. | Gut, solange die Aluminiumlage bis in den Rand hochgezogen ist. Bei Modellen mit reinem Kapselboden endet sie am Boden. | Der Kupferkern läuft bis in den Rand mit und stützt die Verteilung dort, wo ein Boden allein aufhört. |
| Reaktion, wenn du den Regler zurückdrehst | Langsam, die gespeicherte Wärme wirkt nach. | Schnell. | Schnell. |
| Temperatureinbruch, wenn kaltes Bratgut hineinkommt | Sehr gering. Das ist die Stärke der Masse und der Grund, warum Steak in Gusseisen gelingt. | Spürbar, weil eine dünne Aluminiumlage wenig Wärme speichert. | Spürbar, wie bei jedem Mehrschicht-Aufbau. An die Wärmereserve von Gusseisen reicht das nicht heran. |
| Gewicht, 24 bis 28 cm | Ab rund 3 kg. | Leichter als die beiden anderen Systeme, weil Aluminium eine geringere Dichte hat als Kupfer und als Gusseisen. | 1,1 bis 1,3 kg. Leichter als Gusseisen, schwerer als eine reine Aluminium-Mehrschicht gleicher Größe, weil Kupfer dichter ist als Aluminium. |
| Preisspanne | Roh im niedrigen zweistelligen Bereich, emailliert deutlich darüber. Olavsons Grillpfanne kostet 149 Euro. | Große Preisspanne je nach Marke und Bauart. | Ab 159 Euro. |
| Verfügbarkeit | Sehr breit, vom Baumarkt bis zur Manufaktur. | Breit im Handel und online verfügbar. Du kannst sie in vielen Geschäften anfassen, bevor du kaufst. | Nur direkt bei Olavson. |
| Ofen und Grill | Sehr hohe Temperaturen und offene Flamme sind kein Problem. | Ofenfest. Die Grenze setzt in der Regel der Griff, nicht der Pfannenkörper. | Ofenfest. Die Grenze setzt in der Regel der Griff, nicht der Pfannenkörper. |
| Wenn die Kochoberfläche nachlässt | Patina brennst du neu ein. Abgeplatzte Emaille lässt sich nicht nachbessern. | Bei blankem Edelstahl kein Thema. Eine nachlassende Antihaftschicht bedeutet meist eine neue Pfanne. | Der Pfannenkörper bleibt, der Wiederbeschichtungsservice erneuert die Schicht. |
| Wofür es die richtige Wahl ist | Steak, Grillabend und Ofengerichte, alles mit hoher und konstanter Hitze. Bei Olavson die gusseiserne Grillpfanne. | Universeller Alltag, geringes Gewicht und sehr breite Auswahl. | Tägliches Braten, wenn dir gleichmäßige Hitze bis in den Rand wichtig ist. Bei Olavson die beschichtete Kupferkern-Pfanne. |
Zur Einordnung: Die Spalte „Massives Gusseisen“ beschreibt unbeschichtetes Gusseisen. Die Spalte „Edelstahl-Mehrschicht mit Aluminium“ beschreibt die im Handel verbreiteten Bauarten und kann je nach Modell abweichen.
Kein System gewinnt überall. Gusseisen liegt vorn, sobald gespeicherte Hitze der entscheidende Faktor ist. Die Aluminium-Mehrschicht liegt vorn beim Gewicht und bei der Verfügbarkeit. Olavsons 5-Schicht-Aufbau setzt genau dort an, wo eine Aluminiumlage allein an ihre Grenze kommt, nämlich bei der Verteilung bis in den Rand und beim Halten der Temperatur, wenn kaltes Bratgut in die Pfanne kommt.
Pfanne aus Edelstahl oder Gusseisen: warum die Wärmeleitung entscheidet
Gusseisen löst das Hitzeproblem über Masse: Viel Material nimmt Wärme langsam auf und gibt sie ebenso langsam wieder ab. Eine Mehrschichtpfanne mit Kupferkern löst dasselbe Problem über Leitfähigkeit. Kupfer leitet Wärme rund zwanzigmal besser als Edelstahl und rund 1,7-mal besser als Aluminium. In Olavsons 5-Schicht-Verbund verteilt der Kupferkern die Wärme gemeinsam mit den Aluminium-Zwischenschichten in die Fläche. Für die Praxis heißt das: kürzere Vorheizzeiten als bei Gusseisen und eine Pfanne, die dem Regler nach unten folgt, statt die gespeicherte Wärme nachwirken zu lassen.
Wichtig ist dabei das Wort „Kern“. Bei den Kupferkern-Pfannen von Olavson zieht ein durchgehender Kupferkern durch den gesamten Pfannenkörper bis in den Rand, 40 Prozent Kupferanteil im 5-Schicht-Verbund. Ein Kupferboden wirkt nur dort, wo er sitzt, also am Boden.

Im Test „Welche Allrounder-Pfanne ist die beste?“ im „Süddeutsche Zeitung Magazin“ (Ausgabe Februar 2024) wurde die beschichtete Kupferkern-Pfanne von Olavson zum Testsieger gekürt.
Lässt die Antihaftbeschichtung nach Jahren nach, muss keine neue Pfanne her, denn unser Wiederbeschichtungsservice erneuert sie für 59 Euro, klassisch oder PFAS-frei. Über 5.500 Pfannen sind im Jahr 2025 zur Wiederbeschichtung gekommen, statt entsorgt zu werden (Quelle: Olavson-Servicedaten, Januar bis Dezember 2025). Weil der Pfannenkörper bleibt und nur die Schicht erneuert wird, reicht die Nutzungsdauer deutlich über die der Beschichtung hinaus.
Einen Überblick über alle Pfannentypen und Materialien findest du im großen Pfannenratgeber.
Gusseisenpfanne auf Induktion
Gusseisen ist ferromagnetisch und funktioniert auf handelsüblichen Induktionskochfeldern, und auch unsere gusseiserne Grillpfanne läuft auf allen Herdarten inklusive Induktion. Ein Missverständnis hält sich trotzdem hartnäckig: Induktion macht Gusseisen nicht schneller.
Das Feld erhitzt nur die unterste Materialschicht, und die restliche Masse muss die Wärme weiterleiten. Genau das kann Gusseisen schlecht. Heize deshalb mit mittlerer Stufe vor und gib der Pfanne mehrere Minuten. Volle Leistung überhitzt den Boden, während der Rand noch kalt ist.
Häufige Fragen zur Gusseisenpfanne
Was sind die Nachteile einer Gusseisenpfanne?
Alle Nachteile hängen an derselben Ursache, nämlich der Masse. Sie macht die Pfanne schwer und träge, beim Aufheizen wie beim Zurückdrehen. Dazu kommen zwei Materialeigenschaften: Unbeschichtetes Gusseisen ist säureempfindlich und pflegebedürftig, und Gusseisen ist spröde genug, um bei einem harten Sturz zu reißen. Die sechs Punkte im Einzelnen stehen oben im Ratgeber.
Welche Nachteile hat emailliertes Gusseisen?
Emaille nimmt dir das Einbrennen und die laufende Patina-Pflege ab, und säurehaltige Gerichte machen ihr nichts aus. Der eigene Schwachpunkt liegt in der Glasschicht. Sie kann abplatzen, wenn die Pfanne hart anstößt oder du sie heiß mit kaltem Wasser abschreckst, und eine abgeplatzte Stelle lässt sich nicht nachbessern. Metallwender und Scheuermittel meidest du deshalb besser. Was Emaille nicht ändert, ist die Masse darunter.
Welche Lebensmittel dürfen nicht in die Gusseisenpfanne?
In unbeschichtetem Gusseisen meidest du stark säurehaltige Gerichte. Tomatensauce, Wein-Reduktionen, Zitrone und Essig lösen die Patina an und hinterlassen einen metallischen Geschmack. Zwei Regeln gelten unabhängig vom Gericht: Erhitze die Pfanne nie leer auf höchster Stufe, und schrecke sie nicht heiß mit kaltem Wasser ab, denn der Temperatursturz kann das Material reißen lassen. Emailliertes Gusseisen und Mehrschichtpfannen aus Edelstahl vertragen die üblichen säurehaltigen Gerichte.
Worauf solltest du bei einer Gusseisenpfanne achten?
Zwei Punkte gehen auf Produktseiten leicht unter. Der Griff: Bei Vollguss besteht er aus demselben Material und wird mit heiß, du brauchst also jedes Mal einen Lappen. Und die Durchmesserangabe: Genannt wird meist der obere Rand, die nutzbare Bratfläche liegt darunter, bei einer Grillpfanne zusätzlich reduziert um die Rillen. Oberfläche, Gewicht und Vorheizzeit sind oben im Ratgeber ausführlich beschrieben.
Sind Pfannen aus Gusseisen gesund?
Unbeschichtetes Gusseisen kommt ganz ohne Beschichtung aus, emailliertes Gusseisen trägt eine glasartige Emaille. Eine klassische Antihaftbeschichtung, die sich mit der Zeit abnutzt, hat keine der beiden Varianten. Beim Braten in unbeschichtetem Gusseisen können geringe Mengen Eisen ins Essen übergehen. Achtest du aus gesundheitlichen Gründen auf deine Eisenzufuhr, klär das ärztlich ab.
Olavsons klassische Antihaftbeschichtung ist PTFE-basiert und PFOA-frei, und PFOA ist EU-weit verboten, geregelt in der POP-Verordnung (EU) 2019/1021, Anhang I. PFOA-frei bedeutet dabei nicht automatisch PFAS-frei. Wenn du eine Beschichtung ohne zugesetzte PFAS möchtest, wählst du die entsprechende keramische Variante. Alternativ kommt eine unbeschichtete Edelstahl-Kochfläche ganz ohne Antihaftbeschichtung aus. Für jede Antihaftpfanne gilt: nie leer auf höchster Stufe erhitzen. Ist die Beschichtung einer Olavson-Pfanne sichtbar beschädigt, kannst du sie über unseren Wiederbeschichtungsservice erneuern lassen.
Warum klebt meine Gusseisenpfanne?
Meist steckt einer von drei Gründen dahinter, und der häufigste ist eine Pfanne, die noch nicht vollständig durchgeheizt war. Oder die Patina ist zu dünn und wurde durch Spülmittel oder Säure beschädigt. Oder das Bratgut war zu kalt und zu feucht. Abhilfe: länger vorheizen und das Bratgut trocken tupfen. Ist die Patina beschädigt, hilft nur neu einbrennen, und wie das geht, steht im Ratgeber „So brennst du deine Pfanne ein“.
Was ist besser, Gusseisen oder Edelstahlpfanne?
Das hängt davon ab, was du vorhast, und die Frage vermischt zwei Ebenen. Gusseisen und Mehrschicht unterscheiden sich im thermischen System darunter. Beschichtet gegen blank unterscheidet sich in der Kochoberfläche darauf. Für sehr viel gespeicherte Hitze am Grill und im Ofen ist Gusseisen das passende Werkzeug. Für das tägliche Braten ist eine Mehrschichtpfanne die praktischere Wahl, weil sie kürzer vorheizt und sich einhändig schwenken lässt. Viele Küchen fahren deshalb zweigleisig, mit Gusseisen als Spezialist und einer Mehrschichtpfanne als Alltagspfanne.
Welches Setup passt zu dir
Vier Wege, je nachdem was bei dir auf dem Herd steht. Du kannst sie kombinieren, viele Küchen fahren am Ende mit zwei davon.
Die Pfanne für Dienstagabend. Kurze Vorheizzeit und gleichmäßige Hitze bis in den Rand, dazu ein Gewicht, das du einhändig schwenkst. Für Ei, Fisch und Pfannkuchen bleibt sie die verlässlichere Wahl.
Zur beschichteten PfanneBlanker Edelstahl als Kochoberfläche, derselbe 5-Schicht-Verbund darunter. Für Kruste, Röstaromen und Bratensatz, den du danach ablöschst.
Zur unbeschichteten PfanneDieser Weg ist kein Einzelkauf, sondern die komplette Grundausstattung. Pfannen und Töpfe im selben 5-Schicht-Verbund, in drei Größenzuschnitten von der kleinen bis zur großen Küche.
Zu den Kochgeschirrsets3,4 kg emailliertes Gusseisen mit hohen Rillen für Grillmuster, grill- und ofenfest bis 230 Grad. Weil sie emailliert ist, entfällt das Einbrennen.
Zur Grillpfanne







