Auf einen Blick
- Nicht alle Pfannen haben eine Antihaftbeschichtung, so dass beim Anbraten das Essen am Pfannenboden kleben bleibt.
- Die Lösung: Brenne deine Pfanne ein und stelle dir so selbst eine Patina her.
- Durch das Einbrennen sorgst du für eine natürliche Antihaftbeschichtung.
- Nicht jede Pfanne muss eingebrannt werden. Bei Pfannen mit Edelstahloberfläche oder beschichteten und unbeschichteten Pfannen von Olavson ersparen das lästige Einbrennen.
- Bereite dich vor dem Einbrennen gut vor und achte darauf, während des Vorgangs gut lüften zu können.
- Du kannst im Ofen, auf dem Herd und auf dem Grill deine Pfanne einbrennen.
- Achte auf auf das richtige Öl zum Einbrennen und die anschließende Reinigung der Pfanne.
Was ist Einbrennen?
Auf Pfannen ohne künstlicher Antihaftbeschichtung wird das Bratgut direkt auf Metall gebraten. Man benötigt insgesamt deutlich mehr Öl und es kann auch passieren, dass die Speisen ärgerlicherweise am Pfannenboden kleben bleiben. Stressig? Finden wir auch.
Eine naheliegende Alternative ist sich eine natürliche Antihaftbeschichtung zu erschaffen - die sogenannte Patina. Klingt verrückt? Ist es nicht. Eigentlich ist das sogar ziemlich simple Chemie. Beim Einbrennen werden nämlich mehrere Schichten von Öl in der Pfanne eingebrannt. So entsteht eine glatte Oberfläche, an der folglich nichts mehr kleben bleibt.
Diese Pfannen müssen nicht eingebrannt werden
Haben Pfannen von vorne herein eine Antihaftbeschichtung, müssen sie selbstverständlich nicht eingebrannt werden. Gleiches gilt für Bratpfannen mit einer Edelstahloberfläche. Das robuste Kochgeschirrmaterial hat eine besonders glatte Oberfläche - anders als die raue Textur einer Gusseisenpfanne. In Pfannen mit einer Edelstahloberfläche kann wunderbar mit Temperatur und der richtigen Menge an Öl gespielt werden und Braten wird zum Kinderspiel. Bei Olavson kannst du deine Bratpfannen beschichtet und unbeschichtet auswählen und diese direkt auf dem Herd einsetzen, ohne sie vorher einzubrennen. Dadurch, dass die Pfanne mit einer Edelstahloberfläche rein bleibt, kannst du sie nach wie vor in die Spülmaschine geben. Solltest du also kein Fan vom Einbrennen sein, gelangst du hier zu einer unbeschichteten Pfanne, die auch ohne Patina Wunder bewirkt:
Was sind die Voraussetzungen?
1. Hast du die Möglichkeit deine Küche zu lüften?
Besonders die Herdmethode verursacht Geruch und viel Rauch. Sollte deine Küche kein Fenster haben, empfiehlt sich die Ofenmethode oder die Grillmethode im Garten.
2. Patina noch vorhanden?
Wenn du deine alte Patina nicht komplett entfernt hast und nur aufbessern möchtest, eignet sich am besten die schnelle Herdvariante.
3. Griff aus Holz oder Plastik?
Hat deine Pfanne einen Plastik- oder Holzgriff, solltest du sie nicht in den Ofen geben. Hier bietet sich für dich ausschließlich die Herdmethode an.
4. Glatte Pfannenoberfläche?
Möchtest du eine Eisen- oder Edelstahlpfanne mit feinporiger Oberfläche einbrennen, empfiehlt sich die Herdmethode. Hier haftet die Patina besser und blättert weniger wahrscheinlich ab.
Gute Vorbereitung ist die halbe Miete
1. Reinigung
Richtig gelesen: sauber machen. Ein vielleicht belangloser Schritt für dich, aber ein großer für deine Pfanne. Bei einer neuen Pfanne musst du die Oberfläche lediglich gründlich mit Spülmittel abwaschen.
2. Trocknen
Damit deine Pfanne keinen Flugrost entwickelt, muss sie sofort getrocknet werden. Mit einem Handtuch gelangst du bedauerlicherweise nicht in alle Bereiche deiner Pfannenoberfläche. Daher kannst du sie kurz auf dem Herd erwärmen, damit das Wasser sicher verdunstet.
Einbrennmethoden: Ofen, Herd, Grill
Die gängigste der drei Methoden ist die im Ofen, da die Patina besonders ebenmäßig wird.
Einbrennen im Ofen
| Pro | Contra |
|---|---|
| weniger Rauch als auf dem Herd | energieintensiv |
| besonders gleichmäßige Patina | ungeeignet bei glatten Pfannenoberflächen |
| geeignet für raue Pfannenoberflächen | zeitintensiv |
1. Ofen vorheizen
Heize den Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vor.
2. Einölen
Öle deine Pfanne von innen und außen ein. Da es im Ofen keine direkte Auflage auf der Hitzequelle gibt, kannst du die Pfanneninnen- und außenseite einölen.
3. Öl abwischen
Wische das Öl mit einem Tuch ab, sodass die Pfanne nur mit einem dünnen Ölfilm bedeckt ist.
4. Ab in den Ofen
Die Pfanne kannst du nun in den Ofen legen. Achte darauf, die Pfanne verkehrt herum auf das Rost zu legen, weil du sonst die Pfannenunterseite mit einer Gitterstruktur tätowierst. Nun bleibt die Pfanne eine Stunde lang im Ofen.
Einbrennen auf dem Herd
| Pro | Contra |
|---|---|
| gut geeignet für Eisenpfannen | raucht stark |
| besseres Kontrollieren | Ränder lassen sich nicht einbrennen |
| schneller als Ofenmethode | Patina kann ungleichmäßig werden |
1. Einölen
Starte mit dem Einölen deiner Pfanne. Bei Induktions- und Elektroherden reicht es, nur die Bratfläche einzuölen. Bei Gasherden kannst du die komplette Pfanneninnenseite einölen.
2. Öl abwischen
Wische das Öl anschließend wieder mit einem Tuch ab, sodass nur eine dünne Ölschicht bleibt. Je glatter die Patina gelingt, desto weniger bleibt das Bratgut kleben.
3. Pfanne erhitzen
Die Pfanne kannst du nun bei 250 Grad für 10-20 Minuten erhitzen. Wenn die Pfanne zu heiß wird, verbrennt die Patina und es lässt sich keine gleichmäßige Antihaftschicht erschaffen. Im Folgenden kannst du den Herd ausschalten und die Pfanne zum Auskühlen vom Herd nehmen.
Einbrennen auf dem Grill
| Pro | Contra |
|---|---|
| Durchführung an der frischen Luft | unkontrollierte Hitze |
| Ofen- und Herdmethode möglich | zeitintensiv |
| Die Patina kann verbrennen |
1. Einölen
Beginne mit dem Einölen, a) der Bratfläche oder b) der ganzen Pfanne.
2. Öl abwischen
Wische das Öl mit einem Tuch ab, sodass die Pfanne nur noch mit einem dünnen Ölfilm bedeckt ist und die Patina möglichst glatt wird.
3. Pfanne erhitzen
Lege die Pfanne verkehrt herum auf das Grillrost, damit kein Gittermuster in deiner Pfanne entsteht.
Während die Pfanne auf einem offenen Grill nach ca. 20 Minuten eingebrannt ist, benötigt das Einbrennen in einem geschlossenen Grill ein bis zwei Stunden.
Die Reinigung danach
Alles Paletti - nur noch Pfanne putzen. Sobald die Pfanne mit einer Patina versiegelt ist, darfst du sie nicht mehr in den Geschirrspüler geben. Die Patina würde sich lösen und zusätzlich beginnt die Eisenpfanne zu rosten. Ebenso darfst du die Pfanne nicht mehr mit Wasser einweichen, da auch hier die Patina angegriffen wird.
Stattdessen lasse die Pfanne nach direkter Benutzung erst einmal komplett auskühlen. Wische dann mit einem Schwamm und etwas Wasser die Pfanne sauber - je nach Verschmutzung reicht es auch schon, einen Lappen zu benutzen.
Weitere Tipps zur Pflege deiner Küchenutensilien liest du in unserem Pflege-Ratgeber.
Das richtige Öl
Das richtige Öl zu verwenden ist beim Einbrennen das A und O. Wie du siehst, eignen sich Butterschmalz und Rapsöl besonders gut für heiße Anwendungsbereiche. Mit Rapsöl bist du auf der sicheren Seite und kannst damit auf hohen Temperaturen deine Pfanne einbrennen. Zu beachten ist, dass Öl über den sogenannten Rauchpunkt hinweg erhitzt wird. Ab diesem Rauchpunkt verändert das Öl seine Struktur (Polymerisation) und es bildet sich die gleichmäßige Patina.
| Temperatur | Öl |
|---|---|
| keine Hitze | Kürbiskernöl, Leinöl, Walnussöl |
| mittlere Temperatur (160-180°C) | Natives Olivenöl, Butter |
| hohe Temperatur (180-230°C) | Butterschmalz, Kokosfett, Rapsöl, Erdnussöl |



